Bibcamp³ – Zurück in die Zukunft

von elcario am 11. Mai 2010

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bibcamp logo Bibcamp³   Zurück in die ZukunftAm vergangenen Wochenende fand in Hannover das Bibcamp³ statt. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung im Stile eines Barcamps, bei dem sich “Bibliothekare und andere Hacker” treffen um in Sessions Erfahrungen auszutauschen und Ideen zu sammeln. Man mag sich zu recht fragen, was ich da zu suchen hatte, doch meine Teilnahme war nicht so abwegig wie es scheint. Immerhin gehören mein Bachelor- und Masterstudium zum Fachgebiet der Informationswissenschaften, deren klassische Grundlagendisziplin dem Bibliothekswesen zugeordnet ist. Zum weiteren Verständnis sei dieses Werbevideo unseres Studiengangs Information Science & Engineering empfohlen.

Dabei ist der Schritt aus der Informationswissenschaft zum SEO nichts ungewöhnliches, wie zahlreiche Beispiele zeigen. Prominenteste Vertreter sind hiebei sicherlich Astrid Staats (Magister Informationswissenschaft / Uni des Saarlands) und Jens Fauldrath (Dipl. Informationswirt / Hochschule Darmstadt). Anlass meines Besuches war hauptsächlich der Austausch mit anderen Absolventen, denn es ist gerade für Nichtbibliothekare eine Herausforderung eigene Berufsperspektiven zu bilden. Zu diesem Zweck hielt ich auch eine kleine Session über Perspektiven im Suchmaschinenmarketing, die von den wenigen anwesenden Absolventen ohne Bibliothekshintergrund besucht wurde. Scheinbar hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn es ist wohl so, dass sich die Zielgruppe meiner Session gerade nicht für das Bibcamp³ angemeldet hatte. Trotzdem gipfelte die Session in eine muntere Diskussion über verschiedene Perspektiven für Absolventen im SEM, Erfahrungen außerhalb und innerhalb verschiedener Hochschulen und Unternehmen. Insgesamt ein wertvoller Austausch!

Überhaupt war Austausch mein Anliegen, denn ich traf eine Reihe aktueller und ehemaliger Kommilitonen, Dozenten, Professoren und Internetbekanntschaften. Dies war auch mein persönliches Highlight, so konnte ich beispielsweise – nach über zweijähriger Followerschaft – den Blogger, Spanischexperten und Twitkriter Markus Trapp auch einmal persönlich kennen lernen.

Aus den Sessions selbst konnte ich leider nicht ganz so viel Input mitnehmen, da mir einiges einfach zu bibliothekarisch war. Auch empfand ich die Sessionlänge von einer Stunde als extrem ungewöhnlich, da man von Barcamps doch eher kürzere Slots von 20 bis 30 Minuten gewöhnt ist. Nachteil war hierbei, dass allgemein weniger thematisch verschiedene Sessions besucht werden konnten und das lange Zeitfenster oft zu minutenlangen Monologen einlud, die in mir die Vorstellung reifen ließen, wie es bei Teamsitzungen im Öffentlichen Dienst zugeht.

Ein riesiges Lob muss den Organisatoren gemacht werden, die weder Kosten noch Mühen scheuten und eine exzellente Rundumwohlfühlversorgung gewährleisteten. Danke! Für mich hat sich dieser Ausflug gelohnt, obwohl ich nichts mit RAK, OPAC und OAI am Hut habe. Es war ein bisschen wie eine Reise in meine studentische Vergangenheit, wo alles noch seine Ordnung hat und Daten noch in Katalogen gesammelt werden. Schön war es, aber nun muss ich wieder los: zurück in die Zukunft! ;-)

Weitere Recaps zum Bibcamp³ gibt es bei Markus, Bibliothekarisch und netbib. Wie es sich für Bibliothekare gehört wurden auch alle Sessions zum Nachlesen im Wiki dokumentiert.

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Über den Autor: Sebastian Cario

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  • Pingback: Bibliothekarisch.de » Blog Archive » Beiträge zum Bibcamp3 in Hannover [Update 11.05.10, 13:52 Uhr]

  • http://textundblog.de/ Markus

    Danke für Deinen Artikel zum BibCamp (das Video muss ich mir noch in Ruhe anschauen). Fand es auch gut, dass Du da warst. Das BibCamp ist ja ausdrücklich auf Input von außen, bzw. auf die Teilnahme von Vertretern aus verwandten Disziplinen, angelegt. Und – last but not least – fand ich es auch klasse, dass wir uns endlich mal persönlich kenne gelernt haben.

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