Facebook hat seit kurzem FB.me, Youtube youtu.be und Google nun goo.gl. Jeder hat einen, sogar Irokesengranate und Web20-Testimonial Sascha Lobo geht mit 1.ly seinen ganz privaten URLs an den Kragen und wandelt lange URLs in kurze, handliche URLs um. Doch warum haben alle einen eigenen URL-Shortener und setzen nicht, wie zum Beispiel Twitter, auf den Branchenriesen bit.ly? Die Gründe dafür lauten wie folgt:
1. Ausfallsicherheit
Greift man auf einen eigenen Service zurück, ist man selbst Herr über mögliche Ausfälle und kann bei technischen Problemen selbst eingreifen.
2. Schutz vor Missbrauch
Man muss kein Blackhat-SEO sein um sich vorstellen zu können, was man anstellen kann, wenn man die Kontrolle über ein riesiges Linknetzwerk hat. Die Kurz-URLs sind nur 301-Weiterleitungen, deren Linkziel jederzeit verändert werden kann. Noughsaid.
3. URLs sind begrenzt
Auch wenn es komisch klingen mag, aber auch die Kurz-URLs mit wenigen Stellen sind begrenzt. Greift man auf einen öffentlichen Service zurück, wird die zur Verfügung stehende Anzahl mit allen anderen Usern geteilt.
4. Statistiken
Mit einem eigenen URL-Shortener können leicht Statistiken zu den verlinkten Ziel URLs erstellt werden. Gerade wenn diese nicht zu den eigenen Angeboten führen, könnte dies interessant sein.
5. Mit den URLs spielen
Was wir unter Punkt 2. verhindern wollen, können wir uns natürlich zu nutze machen. Vielleicht nicht heute, aber vielleicht in eine paar Jahren.
6. Image
Für Unternehmen und große Webseiten gehört es mittlerweile auch einfach zum guten Ton sich mit einem eigenen URL-Shortener einzudecken.
Fazit
Ein eigener URL-Shortener ist nicht nur gerade Hype, sondern auch eine sinnvolle Absicherung. Auch bietet dies zukünftig die eine oder andere Möglichkeit interessante Daten zu erheben oder Umleitungen zu bauen. Zum guten Ton gehören sie längst und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis auch die Webportale in Deutschland nachziehen. Pssst, in Lybien gibt es noch kurze Domains. :-)
Update 08.02.2010
Philip Hetjens hat in seinem Blog über die Veröffentlichung von bit.ly-pro berichtet. Mit bit.ly-Pro ist es nun ohne weiteres möglich, eine eigenen URL-Shortener anzulegen und über die Vorzüge des Bit.ly-Netzwerks (API, Dashboard, Statistiken) zentral verwalten zu lassen. Klingt nach einer guten Möglichkeit auf bereits Erprobtes zurückzugreifen.
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Über den Autor: Sebastian Cario+





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