Bereits am letzten Dienstag hat Facebook die neue, in die Hauptseite integrierte Social Search allen Nutzern zugänglich gemacht. Das Besondere an dieser “sozialen” Suche ist, dass die Ergebnisse der Suchanfrage noch profilbezogener werden und ersten Treffer als Vorschläge ausgegeben werden. In den Ergebnissen tauchen nun verwiegend Freunde, Freundesfreunde, Fanpages, Anwendungen und Gruppen auf, die einen Bezug zum (eigenen) Profil haben. Um den Grad der Beziehung zum Ergebnis zu berechnen, nutzt der Social Search Algorithmus selbstverständlich alle verfügbaren Informationen eines Profils.
Wie dieser Algorithmus in etwa funktioniert, war bereits vor einiger Zeit in einem Interview mit einer Facebook-Mitarbeiterin zu lesen:
“Wenn du zum Beispiel die Suche benutzt und „A“ oder einen anderen Buchstaben drückst, erscheint eine Vorschlagsliste mit deinen besten Freunden. Diese ist nicht alphabetisch sortiert, sondern schlägt dir die Freunde vor, mit denen du am ehesten interagierst. Also deine besten Freunde, oder zumindest die, von denen wir denken, dass sie deine besten Freunde sind. [...] Auch Nachrichten, Links, Fotos, in denen du markiert bist und natürlich die Profilaufrufe, all das fließt auch mit ein. Im Wesentlichen urteilen wir darüber, wie gut ihr miteinander befreundet seid.”
SEO für Facbook-Fanpages immer wichtiger
Nach diesem Schema werden nun also sämtliche Suchergebnisse berechnet. Damit wird es auch immer wichtiger, auf die SEO-Faktoren für Facebook Fanpages zu achten und Titel, URL, Bild und Beschreibung möglichst (such-) relevant zu wählen. Wie aber auch Facebookmarketing richtig bemerkt, weicht das Nutzerverhalten der Social Search stark von dem bei Google ab, da die Facebook-Suche eher als Navigationsinstrument über die Plattform, denn als “echte” Suche benutzt wird.
Detailsuche mit Echtzeitergebnissen
Nach den Änderung der Privatsphäreeinstellungen durch Facebook im Dezember haben viele Nutzer das Profil für Fremde geöffnet und sind nun vor allem mit den Statusnachrichten – quasi twitterlike – in den Ergebnissen zu finden. So zeigt eine einfache Suche nach Werder viele unbekannte Nutzer, die Links und Kommentare zum Verein posten. Hier sollte vielleicht auch das Social Media Monitoring für Firmen nicht vergessen werden, immerhin ist es eine weitere Möglichkeit zu hören, was “die Menschen da draußen” zu sagen haben.
Bing Ergebnisse verschwunden
Etwas verwundert hat die Tatsache, dass in der deutschen Version von Facebook keine Bing-Ergebnisse mehr(?) auftauchen. So fehlt der Punkt “Web Results” im Menü gänzlich. Auch auf Englisch (UK) taucht keine Bing-Suche auf, dagegen aber sehr wohl in der US-Version – ausgestattet mit neuem Bing-Icon, wie im Screenshot zu sehen.
Alles in Allem ist das Update der Social Search ein logischer, richtiger Schritt, vor allem um die Navigation über die Plattform zu verbessern und zu beschleunigen. Dabei steht Facebook ja noch ganz am Anfang und hat das Potenzial der zur Verfügung stehenden Nutzerdaten sicher noch nicht voll ausgeschöpft. Gespannt können wir also erwarten, was die Zukunft noch bringt.
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Über den Autor: Sebastian Cario+





