Letzte Hoffnung Google: Öffnen StudiVZ und MeinVZ die Userprofile und Gruppen für die Suchmaschinen?

by elcario on 19. Januar 2010

Wie Stefan kürzlich entdeckte, vollziehen die Profilseiten der Netzwerke StudiVZ und MeinVZ gerade die Öffnung in die SERPs. Die sogenannten Edelprofile sind bereits voll bei Google indexiert, wie am Beispiel von Angela Merkel  zu sehen ist.

angela merkel meinvz 300x87 Letzte Hoffnung Google: Öffnen StudiVZ und MeinVZ die Userprofile und Gruppen für die Suchmaschinen?

Bei den normalen Nutzerprofilen ranken derzeit noch eine Art Tag-Seiten zu beliebten Namen nach Ort. Als Beispiel muss hier Stefan Meier herhalten, den es scheinbar sowohl in Zürich, als auch in Thüringen sehr häufig gibt.

meinvz treffer stefan meyer 300x78 Letzte Hoffnung Google: Öffnen StudiVZ und MeinVZ die Userprofile und Gruppen für die Suchmaschinen?

Die Zielseite sieht wie folgt aus:

zielseite stefan meier Letzte Hoffnung Google: Öffnen StudiVZ und MeinVZ die Userprofile und Gruppen für die Suchmaschinen?

Eine weitere verpasste Chance

Es scheint so, dass eine AGB-Änderung notwendig ist, bevor auch alle normalen Nutzer von den Suchmaschinen indexiert werden können und es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch dieser letzte Schritt gegangen wird. StudiVZ hat bereits 2007 den Anschluss in vielen Bereichen verpasst. Aber dass öffentliche Profile, Gruppen und Fanseiten als Service für den Nutzer und Trafficquelle für das Unternehmen völlig vergessen wurden, könnte als größter Fehler  in die VZ-Geschichte eingehen und sogar der versäumten verspäteten API den Rang ablaufen.

Welches Netzwerk hat die meisten Seiten im Google-Index?

Um sich in etwa ausmalen zu können, was StudiVZ bisher entgangen ist, habe ich einmal die Anzahl der bei Google indexierten Seiten je Netzwerk herausgesucht. Auch wenn daraus nicht 1:1 Rückschlüsse auf den Traffic gezogen werden können, gibt die schiere Anzahl an Seiten einen guten Maßstab vor.

  • Facebook 1.630.000.000
  • Myspace 692.000.000
  • LinkedIn 215.000.000
  • Xing 28.600.000
  • StudiVZ 545.000
  • MeinVZ 401.000

Nach dem sich die Holzbrinck-Netzwerke in Sachen Traffic und Nutzerzahlen (siehe Grafik unten) von Facebook haben überrennen lassen scheint es so, dass dies der letzte hilflose Versuch, wenigstens noch etwas Traffic aus den SERPs zu bekommen sei. Übrigens: Malte Landwehr prognostizierte diese Entwicklung bereits vor über 2 Jahren und darf sich nun mehr als zu recht freuen!  Malte hatte damals die sprechenden (suchmaschinen- freundlich) URLs bei Profilen und Gruppen festgestellt.

traffic meinvz studivz facebook Letzte Hoffnung Google: Öffnen StudiVZ und MeinVZ die Userprofile und Gruppen für die Suchmaschinen?

Was bedeutet das für SMO?

Sollte StudiVZ/MeinVZ auch den letzten Schritt machen und Profile und Gruppen in den Index entlassen, könnte es sich vielleicht wieder etwas mehr lohnen, dort aktiv zu werden und den einen oder anderen Link zu setzen. Grundlegendes wird sich wahrscheinlich allerdings nicht ändern und das VZ auch weiterhin ein Ort sein, an den wir uns nur selten verirren. Damit aber, sind auch wir nur Teil eines generellen Trends.

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Über den Autor: Sebastian Cario

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{ 4 comments }

elcario Januar 21, 2010 um 11:29

Es handelt sich ja hier um eine Spekulation wegen neuer Erkenntnisse und Anzeichen. Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass es so ist. Wer weiß schon was wird. ;-)

ralfspringer Januar 21, 2010 um 11:19

Stimmt nicht. Es gibt nur ca. 100 Politiker und Edelprofile.
Alle anderen Profile werden nicht für Google indizierbar.

stefanmartens Januar 21, 2010 um 11:32

Ist wohl eine Frage der Interpretation. Wenn man die NAMEN bereits findet, ist ja bereits ein Teil der Profile indexiert. Natürlich heißt das nicht zwingen, dass die Profile öffentlich werden, aber wieso sind dann diese Seiten aufgesetzt? Nur um mehr Traffic zu bekommen? Diese “die meisten Namen im xy vz” Sache ist sowas von sinnfrei, das wird sich noch in irgendeine Richtung ändern.

Mario Hieber Januar 27, 2010 um 14:56

hui, also ich hab bei den studivz & co schon lange nicht mehr vorbei geschaut. Die haben echt einiges an Boden verloren im Gegensatz zu Facebook.

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