Soeben ging das Barcamp Hannover 2011 zu Ende und ich möchte – wie schon länger hier Tradition – die Gelegenheit nutzen und kurz über meine Eindrücke berichten.
Der inoffizielle Teil des Barcamps startete bereits am Freitag mit einer WarmUp-Party, an der ich leider nicht teilnehmen konnte. So reiste ich mit den Kollegen Anita, Melli und Harry am Samstagmorgen an und stieg direkt mit der Welcome Session ein. Ein erster Überblick zeigte, dass leider viele Teilnehmer nicht erschienen waren und wir mit schätzungsweise 120 Leuten die beiden Tage gestalteten. Das war auch gar nicht weiter tragisch, da so ein noch intensiveres Arbeiten möglich war. Lediglich die Fülle an Brötchen, Croissants und Bagels konnte so nicht bewältigt werden.
Der Samstag bot mir neben dem obligatorischen Networking eine Reihe von Sessions, unter anderem Mit Alan Webb (interne Verlinkung) und Martin Thielecke (Google Apps im Business), welche ich als besonders gelungen herausstellen will. Den letzten Slot des Tages belegte ich selbst mit meiner offenen SEO Q&A Runde, bei der es einmal mehr interessante Domains zu analysieren gab. Den Anfang machte die Seite Agravis-net.de, welche sich schnell als wahre SEO-Katastrophe herausstellte. Von Optimierung kann an dieser Stelle eigentlich nur abgeraten werden: Wegschmeißen und neu beginnen ist die einzig mögliche Empfehlung, die man der Raiffeisen Tochtergesellschaft ausstellen kann.
Nach dem kurzen Check von social-media-onlinemonitor.de widmete ich meine volle Aufmerksamkeit Emma.de. Hier wollte eine ehemalige Projektmanagerin Feedback zu ihrer früheren Arbeit haben. Gleich zu Beginn musste die Besonderheit von Emma.de herausgestellt werden: Emma genießt bei Google hohes Vertrauen zu einer ganzen Menge Erotikkeywords. Trotzdem kann Emma.de nur wenig Sichtbarkeit verweisen, da eine grundlegende Optimierung nicht durchgeführt wurde. Auch an Google News ist Emma.de leider nicht angebunden. Des Weiteren weist die Webseite auch bisher fast gar keine Monetarisierungsmöglichkeiten (Werbeanzeigen, AdSense, Ratgeber) auf, sodass eine kostspielige Optimierung wegen mangelnder Remonetarisierung auch nur schwer vorstellbar ist. Ein interessantes Projekt wäre es allerdings trotzdem!
Der verbliebene Zeit wurde zum Networking und zur spontanen Verabredung einer gemeinsamen Session mit Robert Basic am Sonntag genutzt. Dazu später mehr. Nach einer Reihe von sehr netten Gesprächen mit neuen und alten Bekannten zog es Anita, Nils, Emanuel, Daniel und mich ins Spandau, wo bei erstaunlich gutem Essen der Abend einen sehr schönen Ausklang fand.
Der Sonntag begann mit der üblichen Sessionplanung, bei der ein Mobile SEO Workshop gewünscht wurde, sodass ich spontan auch noch diese Session anbot. Aufgrund meiner (jetzt zwei) Sessions besuchte ich am Sonntag nur die WP Blogger, in der Nicole ihre kleinen Bloggertreffen vorstellte. Für mich ein sehr schönes Konzept zum Austausch unter Gleichgesinnten, welches bisher leider nur in Hannover und Essen stattfindet. Ich habe mir aber vorgenommen, einmal die WP Blogger in Hannover zu besuchen, um am Austausch teilhaben zu können und das Konzept live zu erfahren.
Der spontan mit Robert Basic beschlossene Workshop unter dem Titel „SEO – Das Arschloch“ fand im Anschluss im Raum Abakus (gniihiiihiiii) statt und mündete in einer munteren Diskussion über die Aufgaben, die Tätigkeiten, das Eigen- und Fremdbild von SEOs. Ich wollte die Session nutzen, um über unsere Arbeit aufzuklären, zu entmystifizieren und Partei für dieses Handwerkt zu ergreifen. Dies erschien mir nach den vielen jüngsten SEO Bashings als nötig, da mir die Diskussion über SEO online meist zu mühsam ist und sich die Diskussionspartner nur allzu häufig hinter Vorurteilen und Verallgemeinerungen verstecken und mit Halbwissen und Unwahrheiten agieren. Robert bildete bei dieser Diskussion den idealen Gegenpart und auch das Publikum machte munter mit. Das Ziel der Aufklärung über SEO erscheint mir zumindest ein kleines Stück weit erreicht.
Im Anschluss folgte noch meine „OnDemand Session“ Mobile SEO, bei der ich auch einen kleinen Ausblick auf HTML5 gegeben habe und ein guter Informationsaustausch zwischen allen Teilnehmern stattfand. Mit der Closing Session endete dann auch schon das Barcamp Hannover 2011, welches ich als besonders intensiv und toporganisiert in bester Erinnerung behalten werden. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an die Organisatoren Nicole, Rene und Tobias, aber auch an die Buhmanschule und die Sponsoren. Nächstes Jahr bin ich sicher wieder dabei, die Heimat ist einfach immer eine Reise wert.
Weitere Recaps:
Review: Barcamp Hannover 2011
La wendel: bch11
Connys Weblog Teil1 und Teil2
#bch11-Rückblick – ein BarCamp mit viel #Hach und <3
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Über den Autor: Sebastian Cario+




