re:publica 2011 – Das war nichts! #rp11

von elcario am 15. April 2011

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Liebe Leser,

in der Regel schreibe ich nach dem Besuch von Konferenzen und Events meine subjektiven Eindrücke nieder und versuche die inhaltlichen und zwischenmenschlichen Highlights noch einmal zu rekapitulieren. Leider muss ich im Fall der re:publica 2011 davon absehen und mich stattdessen mit einem kritischen Kommentar direkt an die Verantwortlichen wenden:

Jetzt mal ehrlich liebe Veranstalter, was sollte der Quatsch eigentlich? Diese re:publica 2011 war nichts, nichts und noch mal nichts.

Infrastruktur: defekt, fragil und ein Sicherheitsrisiko

Beginnen wir bei den Grundfesten eines jeden Events mit Anspruch „Irgendwas mit Internet“ zu sein: Eine geeignete Location und WLAN. Beides hat in diesem Jahr überhaupt gar nicht funktioniert. Klar, dass WLAN hat auch im letzten Jahr schon nicht funktioniert, aber aus Fehlern nicht zu lernen ist schlimmer als sie mehrfach zu machen. Ich weiß, es ist kein triviales Thema und nicht so einfach, eine performante Infrastruktur für fast 3000 Besucher auf die Beine zu stellen. Aber wieso in Gottes Namen werden IP Adressen für 24h vergeben? Auf einer Konferenz, bei der die Teilnehmer immer mal nur kurz online sind? Der DHCP-Server tat mir wirklich leid. Unter gewissen Umständen hätte ich vielleicht auch in diesem Jahr über das Problem hinweg geschaut, aber der Bogen wurde insgesamt überspannt.

Und dann die Kalkscheune. Vielleicht hat Euch das noch niemand gesagt, aber diese ist spätestens seit letztem Jahr deutlich zu klein und viel zu verwinkelt. Durch die vielen Besucher in diesem Jahr kam es duisburgartigen Szenen und sehr vielen Teilnehmern, die nicht die Session ihrer Wahl sehen konnten. Das ist wirklich kein tragbarer Zustand, hier ist ganz dringend Handlungsbedarf. Ich möchte übrigens nicht wissen, wer die Räumlichkeiten für das Event freigegeben hat. In meinen Augen war das auch zunehmend ein Sicherheitsproblem, was nur durch den Zufall, Ordner und halbwegs gesittete Teilnehmer nicht im Ernstfall endete.

Inhalte: Feminismusgeschwurbel und Gesellschaftsdingens

Vor allem inhaltlich habt ihr aus meiner Perspektive komplett versagt. Was sollte eigentlich dieser ganze Feminismusquatsch? Gefühlt hatte jede zweite Session irgendwas damit zu tun. Ich sage nicht, dass wir keinen Feminismus brauchen, oder dass ich das total doof finde. Nein, wir brauchen einen starken Feminismus, aber einen, der nicht nur rumheult, sondern Lösungen schafft. Und auch wenn die Bloggerinnen nur 5% der Top100 Blogs ausmachen, obwohl sie 60% in ihrer Gesamtheit sind, dann ist das kein Problem, welches sich durch weinerlichen Feminismus lösen lässt, sondern nur durch Inhalte und Reichweite. Und bis ich nicht mehr das Gefühl habe, gleich ein Taschentuch auf die Bühne bringen zu müssen, beschränkt eure Diskussionen auf ein zwei wirklich starke Panels – zum Nach- und Weiterdenken – aber lasst die re:publica die re:publica sein, und nicht das FemCamp, oder CyberFamCamp.

Und dann diese digitale Gesellschaft, dieses…

IMG 0753 re:publica 2011   Das war nichts! #rp11

Digitale Gesellschaft - Digitale Gefailschaft

Speaker: Keine Inhalte, kein Glanz

Eure Keynotes waren entweder ein großer Haufen Werbung oder einfach nur langweilige, dröge Präsentationen von uninspirierten Menschen. Leider trat beides häufig, in einer mehr als teuflischen Kombination auf. Auch das Unterhaltungsfernsehen von Lobo und Twitkrit konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Jahr kein Jeff Jarvis, und auch kein Prof. Kruse, nein, nicht einmal einen Holger Schmidt für inhaltliches Format sorgen konnte. Stattdessen jagten sich Werbeshows, Feminismusdebatten und Politikgedrösel im Wettbewerb darüber, wer zuerst den Friedrichstadtpalast zum kollektiven Einschlafen bringt. Und, liebe Speaker, es gilt die selbe Regel wie im Supermarkt: Was draufsteht muss auch drin sein!

Selbstverständlich habe ich nicht alle Sessions sehen können und wohl auch etwas unglücklich ausgewählt, aber mein Eindruck wurde dann doch durchweg von anderen Teilnehmern bestätigt. Und ja, es gab auch sehr gute Sachen. Aber leider viel zu selten! Beispielsweise kamen die Sessions zum Recht meist sehr gut an. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Juristen in diesem Jahr die einzigen waren, die etwas handfestes (Gesetze) zu berichten hatten.

Und nun?

Liebe Veranstalter, macht Euch bitte klar, worum es bei der re:publica geht: Menschen. Das Klassentreffen und die heterogenen Themen machten die re:publica einst zu dem, was sie heute sein will. Monothematik (Gesellschaft, Politik, Feminismus) machen das nicht besser. Ich wollte auf eine Bloggerkonferenz fahren und nicht auf eine Selbsthilfetour für notorische Internetdiskutierer. Wo waren die Fakten? Wo waren geile Daten und Studien? Wo waren die Techpanels? Politologisches und soziologisches Blabla mag auch bei einer heterogenen Veranstaltung dazugehören, aber gehört dann doch in seiner Gänze auf ein Politcamp oder einen von diesen Social Media Schnippschnapp Konferenzen.

Zum Glück konnte ich trotzdem ganz viele schlaue, gutaussehende und vor allem supernette Menschen dort treffen. Danke dafür, das habt ihr Euch in den letzten Jahren erarbeitet. Und damit das auch so bleibt, schriebe ich diese Zeilen.

So, nun wisst ihr bescheid! Tut was, dann komme ich auch im nächsten Jahr und singe dann auch wieder mit, bei der Bohemian Rhapsody.

Cheers
elcario

Zum Weiterlesen
Stecki: re:trospektive: re:infall re:publica
DieGoerelebt: re:publica XI – mein rundblickender Rückumschlag
PrinzRupi: re:publica 2011: ein kritisches Fazit
Internetradierer: Re:Publica 2011 – ein re:cap #rp11
PR Doktor: re:publica XI: Warum ich es besser getroffen habe als die Königin und die Außenminister
Palisades Berlin: “Show your fucking face” oder die re:publica 11
Drylighting: re:flextion re:publica 2011
Johan: re:move — oder der Versuch einer re:publica-Perspektive
AmyPink: RE:PUBLICA 2011 Orgie der Bedeutungslosigkeit
Kreativbüro: re:sümee XI
BisCulmCom: Re:publica 2011 – Im Norden nichts Neues

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Über den Autor: Sebastian Cario

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  • http://twitter.com/bracki Jan B.

    Oh mein Gott. Erst fast Love-Parade-Drama, dann auch noch Frauenthemen. Das ist echt zu viel des Guten. Social Media hab ich mir echt anders vorgestellt.

  • http://palisades-berlin.de/ palisadesberlin

    Für diese genaue und ehrliche Analyse der rp11 möchte ich Dir ausdrücklich danken.

  • http://palisades-berlin.de/ palisadesberlin

    Für diese genaue und ehrliche Analyse der rp11 möchte ich Dir ausdrücklich danken.

  • http://twitter.com/knust Marcel Knust

    Die letzten beiden Jahre, teils direkt im Helferteam, war die re:publica wirklich lohnenswert und spannend für mich.
    Dieses Jahr konnte ich nicht daran teilnehmen und habe statt dessen versucht möglichst viel nebenher und nachträglich digital zu verfolgen. Obwohl ich dieses “monitoring” teils ausgiebig betrieben habe, ist mir nicht viel verwertbares für mich aufgefallen. Schade. Ich hätte es mir gewünscht.

    Hoffe also auch auf eine Wiederbelebung mit der wartezeitverkürzenden Bohemian Rhapsody im nächsten Jahr. An den Fähigkeiten der Veranstalter sollte es doch wohl nicht scheitern.

  • http://twitter.com/knust Marcel Knust

    Die letzten beiden Jahre, teils direkt im Helferteam, war die re:publica wirklich lohnenswert und spannend für mich.
    Dieses Jahr konnte ich nicht daran teilnehmen und habe statt dessen versucht möglichst viel nebenher und nachträglich digital zu verfolgen. Obwohl ich dieses “monitoring” teils ausgiebig betrieben habe, ist mir nicht viel verwertbares für mich aufgefallen. Schade. Ich hätte es mir gewünscht.

    Hoffe also auch auf eine Wiederbelebung mit der wartezeitverkürzenden Bohemian Rhapsody im nächsten Jahr. An den Fähigkeiten der Veranstalter sollte es doch wohl nicht scheitern.

  • Andi

    vollste Zustimmung

  • Timoeh

    Da bin ich ja froh, dass ich mir das gespart hab…

  • http://twitter.com/martinweigert Martin Weigert

    Ich sehe das alles etwas gelassener.

    Eine dreitägige Konferenz im Herzen von Berlin mit 3000 Besuchern auf die Beine zu stellen, bei der WLAN immer zuverlässig funktioniert, bei der die Location perfekt angepasst ist und bei der international renommierte (teure) Speaker auftreten, kriegt man einfach nicht für diesen Eintrittspreis.

    Ich weiß nicht, was im Sponsoringbereich noch möglich wäre, aber klar ist, dass nicht jedes Unternehmen als Partner zur re:publica passt (oder wie wär’s mit EON oder Deutsche Bahn als Sponsor für rp 2012?)

    Insofern ist alles einfach eine Frage der Erwartungshaltung.

    In einem Monat steigt die Next. Da sind alle von dir angesprochenen Punkte gelöst. Aber dafür kostet das reguläre 2-Tages-Ticket auch über 900 Euro.

    Man kann einfach nicht alles haben.

  • creezy

    Ich mochte die Stelle sehr, als Du den DHCP-Server so liebevoll in den Arm genommen hast! ;-)

  • http://www.elcario.de elcario

    Ja, der tat mir wirklich leid! :-)

  • http://www.elcario.de elcario

    Hallo Martin,

    Du hast mit deinen Punkten sich auch nicht unrecht. Zum WLAN hatte ich ja bereits angemerkt, dass es kein triviales Thema ist.

    Ich brauche keine Jarvis und Shirkys, wir haben auch in Deutschland viele gute Speaker, die nicht 10k an Gage kosten. Und ich meine hier gezielt Leute, die nicht unbedingt aus dem Netz kommen müssen, sondern uns auch mal Ausblicke und Einblicke geben und den Horizont erweitern. Irgendwo viel einmal das Wort Selbstreferenzialität.

    Vielleicht stört mich im Kern das, was Christian Henne (http://www.henne-digital.com/republica-2011/) heute auch bei RadioEins sagte: Es fehlte etwas der Kommerz. Letztendlich sind die allermeisten Besucher der re:publica in irgendeiner Weise beruflich bin dem Netz verbandelt, das hat sich aber thematisch in keiner Weise widergespiegelt. Das muss es auch gar nicht, wenn man die re:publica als “politischen und gesellschaftlichen Austausch von Netzaktivisten” betrachten. Aber das ist nicht, was die re:publica mal war und wo ich persönlich sie gesehen habe. Du sagst Erwartungshaltung, das mag durchaus sein. Dann muss ich aber auch zu dem Schluss kommen und sagen:

    Not my Conference. Anymore.

    Viele Grüße
    Sebastian

  • http://www.facebook.com/sebastianbaumer Sebastian Baumer

    “duisburgartigen Szenen und sehr vielen Teilnehmern”

    Ekeliger Vergleich, der nicht mal ansatzweise trifft.

    “Und auch wenn die Bloggerinnen nur 5% der Top100 Blogs ausmachen, obwohl sie 60% in ihrer Gesamtheit sind, dann ist das kein Problem, welches sich durch weinerlichen Feminismus lösen lässt, sondern nur durch Inhalte und Reichweite.”

    Genau das hatte ich Dir von @13stock aus schon zugetwittert, aber Du hast es dann nicht verstanden. Die Top100-Blogs sind in der Regel Tech-, Internet und Social Media. Und vielleicht noch ein bisschen “wie toll das Internet doch ist”. Frauen bloggen nicht über so einen Quatsch und können nichts dafür, dass sich die Nerds, die die meisten Blogs betreiben, in der Hauptsache für sich selbst (also diese Themen) interessieren und sich dann nur gegenseitig verlinken. Mit “Relevanz” (wie Du getwittert hattest) oder mangelnden Inhalten hat das alles aber Nullkommanichts zu tun, ganz im Gegenteil sind von den Top100-Blogs ein Drittel völlig inhaltsleer und belanglos.

    “Und dann diese digitale Gesellschaft, dieses…”

    Habe mich darüber und über die Kritik am Donnerstag mit Markus unterhalten und stimme ihm völlig zu, wenn er meint, dass der Verein keine zweite Piratenpartei werden sollte, die sich in bürokratischem Müll verzettelt. Lieber so als ein unorganisierter Haufen, der nicht weiß, was er tut. Wer sich davon nicht ‘repräsentiert’ fühlt, der kann doch schlicht seine eigene Organisation gründen. Keinen Bock / keine Zeit? Dann lasst bitte auch das Rumgeflenne.

    Zum Rest: Tja. Du warst offenbar in den falschen Veranstaltungen. Ich habe dieses Jahr wie auch im letzten Jahr sehr viele gute Ideenund tolle Vorträge gesehen.

  • http://www.elcario.de elcario

    “Die Top100-Blogs sind in der Regel Tech-, Internet und Social Media. Und vielleicht noch ein bisschen “wie toll das Internet doch ist”. Frauen bloggen nicht über so einen Quatsch und können nichts dafür, dass sich die Nerds, die die meisten Blogs betreiben, in der Hauptsache für sich selbst (also diese Themen) interessieren und sich dann nur gegenseitig verlinken. Mit “Relevanz” (wie Du getwittert hattest) oder mangelnden Inhalten hat das alles aber Nullkommanichts zu tun, ganz im Gegenteil sind von den Top100-Blogs ein Drittel völlig inhaltsleer und belanglos.”

    Jetzt lese ich daraus, dass es ein Problem der Metric ist, da Frauenblogs (wegen der Themen) weniger verlinkt werden. Aha. Dann brauchen wir also eine andere Metric, um den Wert besser erheben zu können, ja? Und was bitte, hast das jetzt im Kern mit der Männer-Frauen-Kiste zu tun?

    Und erzähle ich das nächste Mal meiner Kundin X, die ein großes Modeportal betreibt:

    “Sorry, ihr seid für Google News nicht relevant. Nicht böse sein, das liegt nicht an den Themen, sondern an den Männern, die euch nicht lesen und somit auch nicht verlinken. Da kann man nix machen.”?

    PS: Die allermeisten Blogger, sind keine Nerds. Und ich erst recht nicht.

  • http://www.facebook.com/sebastianbaumer Sebastian Baumer

    Die “einflussreichen” Blogs und Agitatoren im Netz sind hochgradig selbstreferentiell, das brauche ich jemandem, der ein Blog wie dieses hier führt und gerade eben über die re:publica geschrieben hat, doch nicht erklären oder? Ist ja auch normal, für jede Berufsgruppe. Von daher sind solche Blogs auch am Besten verlinkt. Wir brauchen keine Metrik, aber weniger Leute, die “Top100″-Blogs, die von “Wäre-gern-Top100-Bloggern” gemacht werden, für “relevanter” oder “mit mehr Informationen” ausgestattet sehen, wie Du es hier und auf Twitter tust. Die Männer-Frauen-Kiste machst übrigens Du auf, nicht ich. Ich erkläre nur, wie Dein Eindruck entsteht, dass Blogs von Frauen nicht “relevant” wären. Nicht relevant in der Blase derjenigen, die Top100-Blogs-Listen machen, so wird ein Schuh draus.

    Mit dem Modeportal hat das jetzt allerdings weniger zu tun, wir reden von Blogs (und ja, die meisten sind keine Nerds, was übrigens oben auch nicht als Schimpfwort von mir verwendet wurde), aber wenn Du so willst, dann kannst Du auch ganz allgemein sagen: “Populär” ist ungleich “relevant”. Sogar meistens sehr stark abweichend.

  • http://www.elcario.de elcario

    Ok, jetzt wird’s langsam verständlich, sogar für mich. Dir ging es hauptsächlich um den Relevanzbegriff. Für mich wird Relevanz (für die Massen) durch Popularität erzeugt. Das ist nicht zwingend so, aber bei Medien – und Blogs sind in diesem Sinne publizistische Medien – ein bekanntes Phänomen. Wie kann es sonst sein, dass es immer noch Menschen gibt die die Bild für eine Zeitung halten. (Disclosure: Langweiliges Bauernopfer, ich weiß)

    Die Männer-Kiste habe ich nicht aufgemacht, sondern @diekadda mit ihren Aussagen auf dem BloggerInnen Panel, die genau diese Metrik heran zitierte um auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede hinzuweisen. Darauf bezog ich mich auch.

    Generell ist es für mich weiterhin ein Themenproblem. Wenn ich beispielsweise eine Auswertung machen würde, welche der Artikel aus Google News (Bsp.: Eine Woche, die Top10 Medien) am besten performen, könnten wir sicher auch feststellen, dass die Mehrzahl von Männern geschrieben ist. Ich weiß jetzt nicht aus dem Kopf, wie die Geschlechter in den großen Onlineredaktionen verteilt sind, aber am Ende hätten wir tendenziell das gleiche Bild. Die vielgelesenen Artikel (Wirtschaft, Politik, Sport) kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit hauptsächlich von Männern.

    Fazit: Ich sehe, das die Top100 Blogs selbstreferenziell sind und die Metrik nicht so doll ist. Aber das mit dem Geschlecht als Ursache, das ist mir immer noch fremd.

  • http://palisades-berlin.de/ palisadesberlin

    UPDATE: Meine Sicht der Dinge: http://palibe.de/eM0Q1k

  • http://www.facebook.com/sebastianbaumer Sebastian Baumer

    Ja, ich bezog mich auf dieses “relevanz”, das hat mich sehr gestört – Geschlecht deswegen, weil Frauen nicht so idR nicht so “technikfixiert” sind, worüber ich heilfroh bin. Wenn ich nur noch Social Media-Gedöns lesen müsste, würde ich meinen Internetaccount löschen ;). Das Argument (auch wenn es dann nicht originär von Dir kommt) ist halt grundlegend komisch, das wäre so, als würde man sich die Frauenquoten bei BWL und Maschinenbau angucken und dann zu dem Schluss kommen, dass Frauen nichts vernünftiges studieren. Dasselbe passiert, wenn man diese “Top100″-Blogs zugrundelegt, die nunmal sehr tech- und netzlastig sind – also nur eine ganz bestimmte Art von Blog und sicher nicht die Relevanteste, zumindest aus meiner Sicht.

    Bei den Medienthemen wäre ich da nicht so sicher. Im Verhältnis zur Frauenquote in den Redaktionen kommt da sicher ein deutlich höherer Wert raus.

  • http://www.elcario.de elcario

    Tolle Diskussion, gutes Schlusswort. Danke!

  • Digibürger

    Wie findet ihr das neue Logo der digitalen Gesellschaft?

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