Man muss sicher kein Prophet sein um zu erkennen, dass der Trend ganz klar dahin geht, über Inhalte von Webseiten mehr und mehr in den großen Social Hubs wie Twitter, Facebook oder Digg zu sprechen, anstatt an Ort und Stelle durch Kommentare in eine Diskussion zu kommen. Wie nun aber eine Studie des amerikanischen Social Web Analytics Providers PostRank zeigt, ist der Wechsel von On- zu Off-Site deutlicher vorrangeschritten als angenommen, zumindest für den amerikanischen Raum.
Wie in der Grafik zu sehen sank der Anteil der On-Site Kommentare von fast 80% in 2007 auf unter 30% in 2009. Zugleich verlagerten sich diese Prozente auf das Off-Page Engagement, so dass derzeit mehr als 60% aller Aktionen rund um den Content nicht mehr auf der eigentlichen Website stattfinden. Natürlich sind diese Zahlen für das deutschsprachige Internet nicht einfach so zu übernehmen, aber sie geben dennoch vor in welche Richtung es gehen wird.
Halbwertszeit von Informationen steigt
Ein weiterer interessanter Fakt aus dieser Studie ist, dass sich die Halbwertszeit von Informationen (in diesem Fall eine Story/Artikel) wieder gesteigert hat. Im Jahr 2007 ermittelte PostRank noch, dass über 94% aller Aktionen rund um einen Artikel am Tag der Publikation stattfanden, und sogar 98% der Aktionen innerhalb der ersten Stunde noch Publikation! Demnach war (und ist) die Halbwertzeit eines Artikels kürzer als eine Stunde. Doch seit 2008 ist (siehe Grafik) zu sehen, dass sich die Halbwertszeit stetig erhöht. Denn bezogen auf die Gesamtheit der Aktionen fielen 2008 nur noch 83% in die erste Stunde, 2009 sogar nur noch 64%. Dies verwundert gerade vor dem Hintergrund des Realtimewebs, aber ist vielleicht damit zu erklären, dass die Information länger präsent beleibt (Twitter, Facebook Status) und so mehrfach den Informationszyklus durchläuft.
Lessons Learned
Was man an diesen Zahlen und Fakten gut ablesen kann, wird SMO zunehmend wichtiger, nein, unverzichtbar! Social Media sind Gespräche, und diese finden statt, ob man will oder nicht. Es ist an uns den Usern die Tools an die Hand zu geben und somit unsere Präsens im Social-Web zu verbessern. Oder anders gesprochen:
Gib den Usern die Mittel an die Hand um sich über deine Inhalte im Social Web auszutauschen. Tust du es nicht, wirst du über kurz oder lang kein Gesprächsthema mehr sein.
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Über den Autor: Sebastian Cario






