Heute Nachmittag ist das SummerCamp Alfeld zu Ende gegangen. In der Villa-Ruhe versammelten sich schon am Freitagabend die ersten Teilnehmer, um bei einem (oder zwei, oder mehr) Bier die Veranstaltung einzuläuten. Im Stile eines Barcamps wurden Samstag und Sonntag für den Wissensaustausch in Form von Sessions genutzt. Das besondere an diesem Event war die Übernachtungsmöglichkeit in der großzügigen Villa, die von vielen Teilnehmern in Anspruch genommen wurde.
Die Sessions waren inhaltlich sehr breit aufgestellt: Thematisch drehten sich diese um Personal Branding, Informationsarchitektur, Linkbuilding, Twittertools, Creative Commons, Xing als „Gelddruckmaschine“, Preissuchmaschinen und viel mehr. Selbstverständlich war nicht überall etwas Brandneues dabei, aber dennoch konnte ich aus den Vorträgen und Panels einiges mitnehmen. Besonders interessant waren für mich die Diskussionen über Creative Commons, die negativen Beispiele für Online-Shop-SEO und das Panel für Personal Branding. Auch wenn Alan Webb mit seinem Linkbuilding-Vortrag viele Teilnehmer begeisterte und wieder wirklich klasse referierte, war der Informationsgehalt teilweise sehr diskutabel und hätte bei vielen SEOs zu großen Kontroversen geführt. Ich selbst präsentierte die Ergebnisse meiner Master-Thesis unter dem Titel „Social Media im Online-Maketing“ und konnte hoffentlich für einige Aha-Momente sorgen. Am Samstagabend amüsierten wir uns bei recht spontan organisiertem Powerpoint-Karaoke, wodurch bisher unerkannte schauspielerische Talente der Teilnehmer zu Tage traten. Anschließend gab es noch einen – ebenfalls spontan durchgeführten – Salsakurs, bei dem ich aber auf Grund von mangelndem Talent lieber fernblieb. Im Rahmenprogramm stand natürlich der persönliche Austausch im Vordergrund. Noch nie hatte ich bei einem Barcamp die Möglichkeit, so tiefgreifende und interessante (Fach-)Gespräche mit so vielen verschiedenen Menschen zu führen.
Sowohl inhaltlich, als auch emotional war das Summercamp für mich das bisherige Barcamp-Highlight dieses Jahres. Besonders der überschaubare Personenkreis, das abendliche Beisammensein in der ausgezeichneten Location und die Toporganisation durch Kai Thrun haben dies zu verantworten. Last but not least möchte ich auch einen Dank Richtung O2-Business senden, die durch Surfsticks den Zugang zum Internet sicherten. Besonders habe ich mich aber über die neuen und alten Bekannten gefreut. Einige habe ich auch zum ersten Mal im Real-Life getroffen, obwohl ich sie schon seit Jahren via Twitter „kenne“. Überhaupt erscheint mir das Konzept „Barcamp + Übernachtung in einer Location abseits der Großstadt“ bestens zukunftsträchtig zu sein, vor allem bei überschaubaren Teilnehmerzahlen. 2011 komme ich jedenfalls gerne wieder.
Weitere Reaktionen zum SummerCamp:
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Über den Autor: Sebastian Cario+





