Was Google über Social Networks denkt – Forschungspräsentation für GoogleMe

by elcario on 13. Juli 2010

Im Googlewatchblog bin ich auf diese Präsentation gestoßen, die von einem Google-Mitarbeiter stammt, der gerade am Thema Social Networks forscht. Hier einige Schlüsselerkenntnisse der Präsentation:

  • Das Social Web wird nicht (wieder) verschwinden
  • Das Internet hat sich fundamentalen Veränderungen unterworfen
  • Es muss das Nutzerverhalten und nicht die Technologie verstanden werden
  • Es muss Motivationen des Nutzers erkannt werden
  • Verstehen, dass soziale Interaktionen komplex sind

Weiterhin wird ein großer Schwerpunkt auf die Frage gelegt, wie die Nutzer miteinander in Verbindung stehen. Dabei wird sehr schnell klar, dass ein User nicht “die Freunde” hat, sondern vielschichtige Gruppen. So bedeutet dies bisher, dass ein Nutzer “gemixte” Gespräche führt, da bestimmte Informationen nur für einen Teil der Freunde relevant ist. Es wird der Vergleich zu Granovetters Theorie der “Stärke schwacher Beziehungen angeführt und versucht auf die Kontakte außerhalb der Geschäftswelt abzubilden. Insgesamt zeigt diese Präsentation, dass sich Google sehr tiefgreifend mit der Thematik auseinandersetzt und ganz “googlelike” versucht, dem Thema einen neuen Blickwinkel – fernab der Technik – zu geben. Ein vielversprechender Ansatz.

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Über den Autor: Sebastian Cario

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{ 2 comments }

socialmedialogue Juli 13, 2010 um 07:35

Schöne Erkenntnis, dass der Nutzer und seine Motivation und Bedürfnisse und nicht irgendwer sonst im Vordergrund steht.

Viele sehen nur das Potential durch das rasant wachsende Social Web neue Kundenstämme zu aquirieren oder zu binden und somit die Abverkäufe oder Leads zu steigern. Doch dass das nur über den indirekten Weg zufriedener Kunden geht, mit denen man aktiv kommuniziert und agiert und die man nicht nur mit Werbemessages penetriert, scheinen viele Unternehmen noch nicht zu verstehen. Bei Social Media Optimisation kommt der Nutzer eben noch mehr ins Spiel als bei der Suchmaschinenoptimierung. Auch hier haben viele übersehen, dass es um die Nutzerinteressen und das Nutzerverhalten geht und nicht um den Algorithmus von Google und Co.

Ich bin gespannt, ob Google bald seinen Facebook-Konkurrent Google.Me präsentiert.

webwurm Seoblog Juli 21, 2010 um 20:43

Die Erkenntnisse die im Web gezogen werden wurden im “OFF-LIne” Marketing schon seit Jahren gezogen, ein Auto wird auch für den Kunden gebaut und an seine Bdürfnisse angepasst und nicht anderes rum. Daher sollte man einige Erkenntnisse einfach mal übertragen :) Eine der ersten Sachen die man in der Uni lernt “Transferleistungen!

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